Berglaufwoche in Südtirol – „Flache Steigungen“, Technik und Genuss
In der ersten Juniwoche tauschten fünf Lowicker Läufer das münsterländische Flachland gegen die imposante Bergwelt Südtirols und nahmen an einem viertägigen Laufcamp im Grödnertal teil. Für alle war es eine Rückkehr an einen besonderen Ort: Während Christopher Gramm, Marco Weeverink und Martin Brandenburg bereits 2024 gemeinsam mit einer größeren Lowicker Laufgruppe die Faszination des Berglaufens erleben durften, lagen die letzten Laufcamps für Rainer Schneiders und Michael Engbers bereits einige Jahre zurück.
Unter der Leitung von Trainer Albert Rungger – einer Lauflegende aus dem Sarntal – erwartete die Teilnehmer ein abwechslungsreiches und anspruchsvolles Programm. Albert überzeugt seit Jahren nicht nur mit seinem großen Fachwissen, sondern vor allem auch mit seiner herzlichen und motivierenden Art. Täglich standen zwei Trainingseinheiten auf dem Plan, bei denen schnell deutlich wurde, dass Berglaufen weit mehr ist als Laufen mit Steigung. Die richtige Technik bergauf und insbesondere bergab will gelernt sein. Von Alberts zahlreichen Tipps profitierten alle Teilnehmer spürbar und konnten ihre Lauftechnik in anspruchsvollem Gelände deutlich verbessern.
Die Trainings führten durch einige der schönsten Landschaften der Dolomiten – unter anderem nach Wolkenstein und in das malerische Langental. Ungewöhnliche Koordinationsübungen an einer Skischanze sorgten zusätzlich für Abwechslung und den einen oder anderen Lacher. Nach den schweißtreibenden Einheiten bot der großzügige Wellnessbereich mit Sauna, Whirlpool und Schwimmbad – jeweils mit traumhaftem Blick auf Lang- und Plattkofel – die perfekte Regeneration.
Auch kulinarisch ließ das Laufcamp keine Wünsche offen. Ein reichhaltiges, gesundes Frühstück sorgte für die nötige Energie, während am Abend Südtiroler Spezialitäten und italienische Küche den sportlichen Tag genussvoll abrundeten.
Der sportliche Höhepunkt folgte nach einem Ruhetag am Freitag mit der Teilnahme an der 8. Auflage des Saslong Halbmarathons. Start und Ziel des rund 21 Kilometer langen Berglaufs mit etwa 950 Höhenmetern befanden sich direkt am vor zwei Jahren modernisierten Hotel Cendevaves – für die Lowicker ein kurzer Weg zum Wettkampf.
Bei kühlen Temperaturen und idealen Laufbedingungen präsentierte sich die Strecke von ihrer eindrucksvollsten Seite. Nach einem langen Anstieg führte sie auf die Rückseite des Langkofels und bot spektakuläre Ausblicke auf das imposante Sellamassiv. Technisch anspruchsvolle, felsige Passagen wechselten sich mit schnellen Wiesenwegen ab. Vor allem die langen Downhill-Abschnitte am Plattkofel verlangten den Läufern koordinativ und muskulär alles ab.
Mit starken Leistungen meisterten alle fünf Lowicker die Herausforderung. Besonders hervorzuheben ist Marco Weeverink, der seine Vorjahreszeit um 13 Minuten verbessern konnte und nach 2:37:20 Stunden das Ziel erreichte. Schnellster Lowicker war Christopher Gramm (2:32:13 Std.), der mit seinem Rennen hochzufrieden war. Auch Michael Engbers (2:45:35 Std.) und Martin Brandenburg (2:54:13 Std.) blieben ebenfalls unter der Drei-Stunden-Marke und konnten ihren Zieleinlauf sichtlich genießen.
Viel zu schnell sei die Woche vergangen, lautete das einhellige Fazit der fünf Lowicker. Die Kombination aus professionellem Training, beeindruckender Bergkulisse, herzlicher Gastfreundschaft und kulinarischem Genuss machte das Laufcamp erneut zu einem besonderen Erlebnis. Eine Wiederholung im kommenden Jahr – möglichst wieder mit Albert Rungger als Trainer – ist daher alles andere als ausgeschlossen. Und wer weiß: Vielleicht hat dieser Bericht ja den einen oder die andere motiviert, selbst einmal Berglauf-Luft in den Dolomiten zu schnuppern.




| Nachname | Vorname | Zeit | Platzierung | AK | PlatzierungAK |
| Gramm | Christopher | 2:32:13 | 158 | M45 | 42 |
| Weeverink | Marco | 2:37:32 | 201 | M35 | 61 |
| Engbers | Michael | 2:45:35 | 245 | M45 | 57 |
| Brandenburg | Martin | 2:54:13 | 314 | M60 | 12 |






